Ermittlung der Bodenrichtwerte

Leistungsstufe 1 "Ermittlung der Bodenrichtwerte":

Auf Grundlage der Kaufpreissammlung und weiterer den Bodenwert beeinflussender Merkmale, werden die Bodenrichtwerte flächendeckend nach den rechtlichen Anforderungen ermittelt und dem Gutachterausschuss als Entwurf zur Verfügung gestellt. Als Ergebnis steht die Bodenrichtwertkarte im PDF-Format für das gesamte Gebiet mit Legende, Textteil und gegebenenfalls Straßennamen und/oder Flurstücksnummern zur Verfügung.

Optional kann nach der Bildung von Bodenrichtwertzonen ein von uns entwickeltes und in mehreren Gemeinden angewandtes Wertermittlungsverfahren zusammen mit dem Gutachterausschuss durchgeführt werden. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere um in kaufpreisarmen Lagen Bodenrichtwerte nachvollziehbar ableiten und bestehende Zonenabgrenzungen sowie Werte überprüfen zu können.

Der Entwurf wird durch Beratung und Beschlussfassung des örtlich zuständigen Gutachterausschusses zur Bodenrichtwertkarte der Gemeinde (§ 6 der Gutachterausschussverordnung BW). Insofern handelt es sich bei unserer Leistung um eine technische, fachliche und methodische Zuarbeit, ähnlich dem Entwurf eines Bebauungsplans, den der Gemeinderat beschließt.


Leistungsstufe 2 "Automatisierung der Bodenrichtwertkarte":

Für die Automatisierung der Bodenrichtwertkarte wird die vom örtlich zuständigen Gutachterausschuss beschlossene Bodenrichtwertkarte in einem Sachdatensatz nach der Vorgabe der Bodenrichtwertrichtlinie (BRW-RL) aufbereitet und in einem geografischen Informationssystem (GIS) erfasst. Dadurch wird eine adress- und flurstücksgenaue Datenabfrage möglich. Dies entspricht den Vorgaben des § 10 Abs. 3 ImmoWertV.

Der Sachdatensatz kann in ein kommunales GIS bzw. an einen zentralen Geodatendienst übertragen werden.