Höhe von Geldleistungen bei Entschädigungen


Bei allen Bodenordnungsverfahren (Sanierung, Entwicklung, Umlegung), gleich ob sie vertraglich freiwillig oder streng im gesetzlichen Verfahren durchgeführt werden, fallen Geldleistungen zum Ausgleich von Vor- und Nachteilen an. Diese richten sich nach stringenten Regelungen, vorwiegend des BauGB. Zum Beispiel werden in Sanierungsgebieten und Entwicklungsbereichen Werterhöhungen von Grundstücken und Gebäuden, die lediglich durch die Aussicht auf die bevorstehende Sanierung oder Entwicklung eingetreten sind, im Entschädigungsfalle nicht berücksichtigt. Oder im Umlegungsverfahren sind Entschädigungen für Anpflanzungen, untergehende bauliche Anlagen oder sonstige Einrichtungen nur zu gewähren, wenn das Grundstück wegen dieser Einrichtungen einen über den Bodenwert hinausgehenden Verkehrswert hat. Entschädigungen können durch Bauleitplanung begründet werden (Planungsschaden), oder durch Einwirkungen von Vorhaben anderer Maßnahmeträger. Die Einräumung von Rechten und Lasten an Grundstücken (Dienstbarkeiten, Baulasten) kann Entschädigungsfolgen haben.

Entschädigungsleistungen werden in der Regel als einmaliger Geldbetrag, oder als auf einen Stichtag abgezinster Barwert von wiederkehrenden Geldleistungen ermittelt.